Dienstag, 01.06.2010

Die ganze Nacht über hat es geregnet. Aber trotzdem haben wir zeitig morgens draußen gefrühstückt. Die Sonne kam wieder zum Vorschein und morgens um halb neun waren wir startklar zur Weiterfahrt. Heute musste dringend wieder gedumpt werden und unsere Vorräte wollten wir heute in Bozeman auffüllen bevor wir in den Yellowstone Park hineinfuhren.

Nach dem Einkaufen ging’s weiter über Livingston zur Nordeinfahrt des Yellowstone Nationalparks. Das Wetter war „bescheiden“. Aber immerhin gab es keinen Schnee. Im Yellowstone Park fanden wir drei zusammenliegende Stellplätze auf dem Norris Campground (liegt günstig, weil man von dort fast alle Sehenswürdigkeiten auf relativ kurzem Weg erreicht). Nachdem wir am Nachmittag eine Tiefkühlpizza gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg durch das Norris Gebiet. Es dampfte und blubberte überall heftig und es roch unangenehm nach Schwefel. Gegen Abend wurden wir wieder von heftigem Regen eingeholt. Pitschnass erreichten wir unsere Wohnmobile. Heute gab es nur noch ein paar Spagetti. Wir hatten alle schlechte Laune. So machte der Urlaub keinen Spaß.

Gardiner- Tor zum Yellowstone Bisonherde im Yellowstone NP Norris Geyser Basin

Bison am Fluss Überall blubberte und zischte es im Norris Geyser Basin Norris Geyser Basin

Aus der Erde dampft und brodelt es Die Algen zeigen sich in den schönsten Farben

 

Mittwoch, 02.06.2010

Wieder einmal hat es die ganze Nacht über geregnet. Aber pünktlich zu meinem Geburtstag gab es heute Morgen ein blaues Loch am Himmel und wir konnten draußen frühstücken. Alles war für mich schon liebevoll vorbereitet. Den Geburtstagssekt konnten wir aber schon nicht mehr zu Ende trinken, der nächste Regenplatsch war schon wieder da. Aber wir wollten uns davon ja nicht beeinflussen lassen. Mit einem Wohnmobil sind wir zusammen zum Old Faithfull gefahren. Hier war es trocken und pünktlich bei unserem Eintreffen schien die Sonne und der Old Faithfull Geysier brach aus. Trockenen Fußes konnten wir den gesamten Boardwalk ablaufen und die vielen heißen, sprudelnden Quellen mit ihren unglaublichen Farben anschauen. In der Old Faithfull Lodge haben wir noch eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen, danach ging’s zurück zum Norris Campground.

Auf dem Weg wurden noch einige Stopps eingelegt um noch andere Geysirgebiete anzusehen.

Leider haben wir auf der ganzen Fahrt keine Bären gesehen (obwohl von der Parkverwaltung versprochen :-)) aber dafür waren direkt am Straßenrand mehrere Bisonherden zu sehen. Auch direkt an unserem Campground grasten zwei gewaltige Bisonbullen, die sich aber nicht weiter stören ließen. Am Abend wurde gegrillt, dicke Steaks und Folienkartoffeln. Essen mussten wir leider wieder im Wohnmobil, da es wieder regnete. Also wurde der Abend wieder mit Yatzee spielen verbracht.

Mechtilds Geburtstag Geburtstagsfrühstück in Yellowstone geschenke auspacken

Viele Zuschauer am Old Faithful Geyser Der Ausbruch des Old Faithfull Überall zischst und qualmt duch die dünne Erdkruster

Viele verschiedene Löcher im Yellowstone

In der Old Faithfull Lodge

Roaring Mountain - ein ganzer Berg qualmt

 

Donnerstag, 03.06.2010

Der Regen hörte einfach nicht mehr auf. So ganz allmählich wurden auch im Wohnmobil die Sachen klamm und wir waren alle schon ziemlich deprimiert. Trotzdem machten wir uns heute wieder mit nur einem Wohnmobil auf nach Mammoth Hot Springs um uns dort die Terrassen anzusehen. Hier in Mammoth konnten heute auch die fertig geschriebenen Postkarten aufgegeben werden. Anschließend ging die Fahrt weiter über Canyon Village zum  Grand Canyon of Yellowstone. Und wir konnten es kaum glauben, es war trocken und ab und zu kam sogar ein Sonnenstrahl hervor. Wir waren alle begeistert und sind von einem Aussichtspunkt zum anderen gefahren. Zwischenzeitlich gab es einen kleinen Imbiss und ein Glas Wein und schon waren wir wieder alle glücklich und zufrieden. Abends am Campground hatte uns die Großwetterlage aber schon wieder eingeholt – Regen! Nudeln mit Pilzen gab es im Wohnmobil, danach haben wir uns alle zeitig in unsere Betten verzogen. Halbwegs zufrieden mit dem heutigen Tag wurde noch etwas Musik gehört, gelesen und am Reisebericht geschrieben.

mammoth Hot Springs Mammoth Hot Springs

Mammoth Hot Springs

Yellowstone River Lower Fall of Yellowstone River

 

 

Freitag,04.06.2010

Um halb acht waren wir bei uns zum Frühstück verabredet. Da es wie nicht anders erwartet regnete, sollte etwas Musik unsere Laune aufbessern. Um halb neun waren alle startklar für die Weiterfahrt, nur unser Motorhome streikte. Batterie leer! War wohl zu lange Musik am Abend und heute Morgen. Aber Dank unseres freundlichen amerikanischen Nachbarn bekamen wir schnell Starthilfe und konnten danach den Yellowstone Park verlassen. In den drei Tagen die wir hier im NP unterwegs waren, konnten wir wegen des schlechten Wetters leider nicht besonders viel unternehmen. Aber wie zur Belohnung konnten wir heute noch eine Bärin mit zwei Jungen am Straßenrand im NP beobachten.

Bärin mit zwei JungenIm Gebiet Mud VulcanoMechtild hielt den "Gestank" an den Löchern kaum aus

Nomen est Omen - Mud VulcanoDer Schwefelgeruch war hier sehr intensivNoch nicht aufgetauter Yellowstone Lake

 

Am Mud Vulcano legten wir noch einen Zwischenstopp ein, um die matschigen Fumarole zu fotografieren. Der Gestank war allerdings bestialisch. Anschließend ging es am riesigen Yellowstone Lake vorbei, dessen Ränder zum Teil noch von Eisschollen bedeckt waren. Hier pfiff ein eisiger Wind. Riesige Flächen am See entlang waren von Waldbränden betroffen. Es sah gespenstisch aus. Der Lewis Lake war noch komplett zugefroren. Aber wir befanden uns ja jetzt auch auf 2.400 m Meereshöhe. Hinter den Lewis Falls haben wir dann den Yellowstone NP über die Südausfahrt durch tiefverschneite Gebiete endgültig verlassen. Gleichzeitig sind wir damit in den Grand Teton NP eingefahren. Als wir dann an unserem heutigen Etappenziel dem Signal Mountain Campground ankamen und es weiterhin ununterbrochen regnete, hatten wir alle keine Lust mehr auf Berge, die man wegen der tiefhängenden Wolken nicht sehen konnte. Nach einer Portion Spagetti, dumpen und Frischwasser auffüllen entschieden wir kurzerhand -wir fahren weiter!

Das Abenteuer ging weiter. Auf der Strecke zwischen Jackson und Idaho-Falls wurde uns alles geboten – Sturm mit Seitenwind, Starkregen und eine endlos lange Straßenbaustelle (Schotterpiste mit Schlaglöchern). Für unsere Fahrer eine echte Herausforderung. In Idaho-Falls war das Visitorcenter bereits geschlossen und ein stadtnaher Campground war auch nicht in Sicht. 84 Meilen waren es noch bis zum „Crater of the Moon National Monument“. Auch diese Strecke legten wir heute noch zurück, durch endlos erscheinende Lava Beds (Brachland) und bei weiterhin stürmischem Seitenwind. So krasse Wetterbedingungen haben wir an einem Urlaubstag noch nie erlebt.

Wir waren alle ziemlich erschöpft als wir am Crater of the Moon Campground ankamen. Zur Entspannung schnell ein Glas Wein, Eier, Speck und Brot, einmal Fotos anschauen vom heutigen Tag und ab ins Bett.

Im crater´s of the Moon NMCamping auf VulkanascheWirklich schöne Stellplätze